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23.11.2021

Kocevar/Schmidt: SPÖ NÖ fordert Sonderbetreuungszeit für Eltern im Lockdown

„Lehrkräfte berichten von haarsträubenden Defiziten bei Kindern, bedingt durch Corona. Jetzt kommt der Winter, Schwarz-Türkis-Grün ist überrascht von der vierten Welle, die zwar von allen ExpertInnen prognostiziert wurde, von der Regierung aber verdrängt. Also Kinder in die Schule schicken oder nicht? Der Bildungsminister legt ein ausgeklügeltes Konzept vor, das er wohl in den Sommermonaten gut durchdacht hat: Die Eltern wüssten eh am besten, was ihren Kindern ‚guttut‘ – zu gut deutsch: Macht’s einfach irgendwie!“, kommentiert der SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer, Bgm. Wolfgang Kocevar die derzeitige Situation der Schulen im seit Montag geltenden Lockdown.

 

Derzeit sei die Situation so, dass fast alle Eltern ihre Kinder in die Schule schicken – sei es, weil sie arbeiten müssen oder erklären, dass sie selbst das Homeschooling nicht schaffen würden oder weil sie Angst haben, dass ihre Kinder den Anschluss im Unterricht verlieren. „Die Eltern sind verunsichert, sie wissen nicht, wie sie sich entscheiden sollen. Aber Herr Faßmann schließt seine Rollläden und beantwortet keine Fragen“, weist Kocevar auf den offenen Brief hin, den die SPÖ NÖ durch ihren Landesparteivorsitzenden LHStv. Franz Schnabl schon zu Schulbeginn an Faßmann gestellt hat. Offenbar habe sich auch Faßmann die Fragen selbst nicht beantwortet, denn das Ergebnis seiner Schulchaos-Politik müssten, wie auch schon in den beiden Jahren zuvor, Kinder, Eltern und PädagogInnen ausbaden.

 

Viele Schulen verschieben Tests und Schularbeiten, die jetzt geplant gewesen wären, auf nach Weihnachten, so Kocevar:

„Damit wird den Kindern ein Pensum aufgebürdet, das nicht zu schaffen ist. Das böse Erwachen kommt dann mit dem Semesterzeugnis!“

 

Zwt.: Schmidt – SPÖ NÖ fordert Sonderbetreuungszeit

Kinder, Eltern und PädagogInnen wollen klare Richtlinien, keine Unverbindlichkeiten. Wenn es notwendig ist, dann sollen die Schulen geschlossen und auf Homeschooling und Distance Learning umgestellt werden. Damit einhergehen muss aber auch das Recht auf Sonderbetreuungszeit für die Eltern“, fordert die SPÖ NÖ Landesfrauenvorsitzende und Bildungssprecherin der SPÖ NÖ, LAbg. Elvira Schmidt. Solange die Schulen nicht geschlossen seien, hätten viele Eltern keine andere Wahl als ihre Kinder in die Schule zu schicken. Deshalb plädiert sie darauf, dass Eltern von schulpflichtigen Kindern im Lockdown ein Recht auf Sonderbetreuungszeit bekommen.

 

Schmidt fordert die Bundesregierung auf, endlich konsequente, auf Expertenwissen basierende Maßnahmen zu treffen:

„Wie kann es sein, dass es im vierten Lockdown innerhalb von knapp zwei Jahren noch immer kein einheitliches, durchdachtes Konzept gibt, das für alle Schulen in Österreich gleichermaßen gilt?“


Schmidt weist auf den Beschwerdebriefkasten hin, der von der SPÖ NÖ eigens eingerichtet wurde. Dieser zeigt, dass Eltern, SchülerInnen und PädagogInnen viele offene Fragen unter den Nägeln brennen – man erkennt das deutlich an den täglich zahlreichen Kontakten seit der Einrichtung des Beschwerdebriefkastens vor Semesterbeginn. Kontakt: www.beschwerdebriefkasten.at

Bildungsminister Faßmann verlängert das Schulchaos