Bezirksorganisation Gänserndorf

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Schnabl zu Pädagogik-Paket

„Grundsätzlich ist zu bemerken, dass die jüngste Bildungsreform noch gar nicht restlos in der Praxis angekommen ist. Ein weiteres Pädagogik Paket, das in großen Teilen erst kürzlich erfolgte Reformen wieder abändert führt zu Verunsicherungen sowohl beim Lehrpersonal, als auch bei den betroffenen Eltern und SchülerInnen. Es ist mir unerklärlich, dass man erfolgte Reformen nicht wirken lässt, nach einem ausreichenden Zeitraum evaluiert und auf Basis dieser Erkenntnisse dann weitere Schritte setzt. Mit seriöser Bildungspolitik – die sich nach den Notwendigkeiten für die betroffenen LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern richtet und auf den optimalen Lernerfolg ausgerichtet ist - hat dies jedenfalls nur noch wenig zu tun. Das bestätigen nicht zuletzt namhafte ExpertInnen. Die SPÖ-Regierungsmitglieder lehnen den Begutachtungsentwurf als massiven Rückschritt daher ab, insbesondere die Neuerungen im Volkschulbereich und in der neuen Mittelschule. Das ‚Herumdoktern‘ und diese Symbolpolitik, die soziale Trennwände wieder aufbaut schadet unseren Kindern und deren Bildungschancen. Die Regierung raubt hier einer ganzen Generation die Chancen mit immensen Folgekosten, etwa für den Gesundheitsbereich. Positiv zu bemerken ist lediglich die Möglichkeit eines freiwilligen 10. Schuljahres an der Polytechnischen Schule für SchülerInnen die ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt haben. Hiermit bekommen jährlich rund 400 Jugendliche „eine freiwillige zweite Chance“ einer schulischen Nachreife.“