Bezirksorganisation Gänserndorf

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365 Tage für Frauenpolitik

„Die schwarz-blaue Bundesregierung scheint angetreten zu sein, um die Frauenpolitik um Jahrzehnte zurückzukatapultieren! Denn sie ist von einer gerechten Verteilung von Lasten und Pflichten meilenweit entfernt, treffen doch die gesetzten oder geplanten Maßnahmen in vielen Fällen Frauen ganz besonders“, so die Frauenvorsitzende der SPNÖ und Frauensprecherin im Landtag, LAbg. Elvira Schmidt.

„Der Familienbonus bringt nur Besserverdienern etwas und fördert zu zwei Dritteln die Familienväter. Geringverdienende, vor allem AlleinerzieherInnen bekommen bloß Almosen“, betont Schmidt. Das Ansinnen eines 12-Stunden-Arbeitstages sei für viele Mütter eine echte Katastrophe, so Schmidt: „Schon jetzt haben viele Familien Schwierigkeiten, einen passenden Kinderbetreuungsplatz zu finden – schon jetzt hat nur jedes 7. Kleinkind einen Betreuungsplatz, der mit einem Vollzeitarbeitsplatz vereinbar ist. Doch das Abdrängen von Frauen in schlecht bezahlte Teilzeitjobs verstärkt immer mehr die ohnehin schon massive Gefahr von Altersarmut bei Frauen. Auch die Ankündigungen im Bereich einer Neuregelung der Obsorge lassen Schlimmes befürchten. Vieles, was die sozialdemokratisch geführten Bundesregierungen erreicht haben, wird infrage gestellt oder abgeschafft. Es wird insgesamt ein Frauenbild vertreten, das wir eigentlich längst überwunden glaubten.“

„Es reicht ganz entschieden nicht, am Muttertag Sonntagsreden zu halten, es ist vielmehr notwendig, das ganze Jahr über eine Politik zu machen, die Frauen in ihren vielfältigen Lebensentwürfen unterstützt. Und dazu gehören endlich ein gerechter Lohn und eine faire Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit. Frauenpolitik muss 365 Tage lang gemacht werden und darf sich nicht in schönen Worten ohne Taten erschöpfen“ fordert die SPNÖ-Frauenvorsitzende.