Bezirksorganisation Gänserndorf

  • Facebook icon

12. Februar-Gedenken

Traditionell organisierten der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und die SPÖ Schwechat die Gedenkkundgebung beim „Mahnmal gegen Faschismus und Krieg“ am Waldfriedhof.

SPÖ Schwechat Vorsitzender Stockinger richtete grundsätzliche Worte an die Teilnehmer:

„Am 12. Februar 1934 ging die Regierung Dollfuss an die Arbeit die Errungenschaften der Arbeiterbewegung zu beseitigen. Die besten Söhne und Töchter der österreichischen Arbeiterklasse, die bewussten Teile von Sozialdemokratie und Schutzbund leisteten bewaffneten Widerstand. Für Republik, Demokratie und soziale Rechte- Gegen den Faschismus. Heute sind wir mit einer harten neoliberalen EU-Politik konfrontiert, die breite Schichten in Europa wieder verarmen lässt, die Konzerne und Superreiche noch reicher macht und damit rechtsextreme und rassistische Strömungen regelrecht fördert. Gleichzeitig führt diese Politik auch zu immer mehr Gräben und Kriegen um uns herum. Mit den bekannten Folgen. Neoliberalismus und Neofaschismus/Rechtsextremismus sind siamesische Zwillinge. Das heißt, dass konsequente Politik im Interesse der arbeitenden Menschen und für die arbeitenden Menschen noch immer das beste Rezept gegen rechtsextreme Tendenzen ist. Ganz aktuell fordern z.B. neoliberale Kräfte die Kürzung der Mindestsicherung. Auf dem Rücken der Schwächsten, die den Sozialstaat am Dringendsten brauchen, wird die Politik der Reichen gemacht. Dagegen müssen alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte mobilisiert werden!“

Für die Freiheitskämpferinnen des Bezirks Schwechat sprach der Vorsitzende Alfred Zach, vom Schmerz und Verlust, die noch immer die Erinnerung an den Februar 1934 prägen würden. Der Ständestaat habe versucht, die Sozialdemokratie aus Politik und Gesellschaft zu verdrängen. Berufs- und Lebenspläne seien in dieser Zeit zerstört worden. Faschisten zerstörten kurz darauf auch die Spanische Republik. Heutige Extremisten und rechte Kräfte zielten wieder auf die Schwächung der Demokratie ab. Durch Unsicherheiten und reale Ängste würden Hass und Aufforderung zur Gewalt in die Gesellschaft getragen. Es soll nie wieder politisches Verhandeln und gewaltfreie Lösungen durch einen Krieg wie 1934 ersetzt werden. Extremismus schädigt Demokratie! Wir alle tragen Verantwortung!

Das historische Referat hielt LAbg. Rupert Dworak. Zur Kundgebung konnten viele SP-Funktionäre und Mandatare aus der Stadt und dem Bezirk Schwechat begrüßt werden.